Karneval

Publikumsschwund nach Tonpanne

"Palm"
© Klaus Michels für radiokoeln.de

Was tun, wenn der Zeitplan durch höhere Gewalt ins Wanken gerät? Um Null Uhr sollte doch Schluss sein, in Mülheim. Die selbstgesteckte Deadline geriet in Gefahr.
Denn die "Häckenjecks" hat es böse erwischt. Ahnungslos betreten sie die Bühne und haben keinen Saft. Keine E-Gitarre, kein Mikro, keine aufgeblasene Gummipuppe. Nur das Licht eines Stroboskop-Stakkatos. 10 Minuten lang improvisierten die vier Musiker wie in einem Stummfilm.
Als der Strom dann da war, legten sie mit einem üblen Schrott-Sound los, "Teenage in Love" im Kölschen Rockabilly-Gewand war die erste erkennbare Melodie zum Mitsingen. Das "Tost-Brot"-Lied samt Choreo ist abgedreht genug, um ein Hit für Häckenjeck-Fans zu werden.

Den Abschluss bildete die Gruppe "Palm". Seit sie vom früheren Höhner-Gitarristen Ralle Rudnik gefördert werden, klingen sie viel rockiger und haben eine professionellere Bühnenpräsenz. Dazu kommt Dirk Unglaubens druckvoller Gesang. Diese Stilmittel passen allerdings nicht sonderlich gut zu einem Kölschen Schunkelwalzer!
Das dritte Lied von "Palm" erinnerte musikalisch an "Colonia" von den Räubern und "Unser Herrjott em Himmel muss ne Kölsche sin" von den Kribbelköpp.
Schade war, dass bei "Palm" der Saal nur noch zu einem Drittel besetzt war - die Gruppe hätte mehr Zuschauer verdient gehabt.

Dabei war es noch nicht einmal Mitternacht.



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Das waren die Vorstellabend 2009. Hier noch einmal ein Rückblick auf die vergangene Session!