Festliche Ouvertüre beim KKK

Der erste Eindruck ist bekanntlich der beste: geschmackvoll,
festlich und echt Kölsch! So nahmen die Besucher des
Vorstellabends des Klubs Kölner Karnevalisten (KKK) das
Bühnenbild im Maritim wahr: flankiert von Funken- und anderen
Traditionscorpsfiguren war da eine Kulisse mit dem Kölner
Stadtpanorama aufgebaut - nicht etwa kitschig, sondern eher in
zurückhaltendem Vintage-Stil.
Dem entsprach auch die Moderation des neuen KKK-Vorsitzenden,
Robert Greven: sie war kurz, knapp und informativ. Das einzige, was
den ganzen Abend teils störte, teils für ungewollte
Heiterkeit sorgte, waren die Bühnen-Ballons, die in der
Nähe von Scheinwerfern angebracht waren. Im
Fünf-Minuten-Takt sind rund zwei Dutzend laut zerplatzt.
Das Pre-Opening machten wie im letzten Jahr die "Swinging Fanfares". Zu ihrer kirchlich anmutenden "Auf die Liebe"-Hymne im Sechsachtel-Takt schunkelte der ganze Saal. Vielleicht war auch der Grund dafür der siebenmonatige Schunkel-Entzug seit Karnevalsdienstag...
Der Vorstellabend des Klubs Kölner Karnevalisten sollte
beginnen: von einem silbernen Halbmond glitt Clowns-Trompeter Bruce
Kapusta von der Bühnendecke - eine phantasievolle
Ouvertüre. Seit 15 Jahren steht Kapusta nun auf der
Solo-Bühne - Tausende Male hat er sich schon geschminkt. Und
abgeschminkt. Er hatte ein neues Lied dabei: "Bella
Colonia". Wie wahr!









